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Lassen Sie Nürnberger Olympia-Träume wahr werden!
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Das ist der Förderkader 2019

Im achtzehn21, dem neuen Betriebsrestaurant unseres Partners Sparkasse Nürnberg mitten in der Altstadt, gaben unsere drei neuen Stipendiaten einen gutgelaunten Einstand. Gemeinsam mit Vorstand Max Müller plauderten Patrick Schneider (Leichtathletik, 400 m), Jonathan Zipf (Triathlon) und Matthias Schindler (Paracycling) über ihre Karrierewege sowie ihren persönlichen Fahrplan bis Tokio 2020.

 

Dr. Michael Kläver von Förderer Sparkasse Nürnberg und Vorstand Max Müller heißen die drei neuen Athleten im GOLDENEN RING willkommen.

 

Die größten Chancen auf eine Qualifikation hat wohl Matthias Schindler in seiner Sportart Paracycling. Der 36-jährige Polizist, der für die RV Union 1886 Nürnberg e.V. startet, ist das, was man als Super-Quereinsteiger bezeichnen würde. 2010 hatte sich Schindler im Rahmen eines Auswahlverfahrens zum Hubschrauberführer flugmedizinisch untersuchen lassen. Hierbei stellten die Ärzte einen circa 3 cm großen Tumor im Rückenmarkskanal seiner Wirbelsäule fest. Nach einem halben Jahr Bedenkzeit und unzähligen Arztbesuchen entschloss er sich, den Tumor operativ entfernen zu lassen. Nach der sechsstündigen Operation wachte Schindler mit einer schweren inkompletten Querschnittlähmung aus der Narkose auf. Bei der Entfernung des Tumors wurden die Nerven in seinem Rückenmark beschädigt. Viele hätten in dieser Situation den Lebensmut verloren, Schindler kämpfte sich über viele harte Monate Reha nicht nur zurück in seinen Beruf, sondern auf dem Rad sogar in die Weltspitze des Paracyclings. Und das, obwohl er vorher zwar hobbymäßig Mountainbike fuhr, aber ansonsten „kein wirklich guter Radfahrer war“, wie er selbst sagt.

 

Matthias Schindler (Paracycling)

Mit Blick Richtung Tokio 2020 möchte sich Schindler auf das Straßenzeitfahren spezialisieren. Hier ist er im vergangenen Jahr Vizeweltmeister geworden und gewann den Gesamtweltcup. Auf der Bahn dagegen konnte sich Schindler trotz aller Anstrengungen nicht in der absoluten Weltspitze etablieren. Seine Bahnkarriere zu beenden, ist eine konsequente Entscheidung, die zum ungewöhnlichen Karriereweg von Schindler passt. Die Förderung durch den GOLDENEN RING möchte er für eine zusätzliche physiotherapeutische Betreuung bei sich zuhause verwenden: „Als schwerbehinderter Sportler habe ich ähnliche Trainingsumfänge wie Topathleten ohne Handicap, allerdings regeneriere ich langsamer und muss sehr vorsichtig sein mit Fehlbelastungen. Eine Massage-Liege habe ich mir schon gekauft, aber die Behandlungen sind kostspielig.“

 

Patrick Schneider (400 m Lauf)

Eine ebenso ungewöhnliche Karriere legte Patrick Schneider hin. Der Industriekaufmann spielte bis zu seinem 21. Lebensjahr noch beim TSV Aschbach als Rechtsaußen Fußball. Dass er immer schneller war als jeder Gegenspieler, brachte ihn auf die Idee, bei einem Leichtathletik-Probetraining des TSV Burghaslach mitzumachen. Dort erkannte man seine Begabung. Seit 2015 startet der heute 26-jährige Schneider für die LAC Quelle Fürth auf der langen Sprintstrecke über 400 m. Bis heute konnte Schneider seiner sportlichen Vita schon einige Erfolge hinzufügen: Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 in Erfurt und 2018 in Nürnberg sprintete er jeweils auf den zweiten Platz. Bei den Leichtathletik-Europameister-schaften 2016 in Amsterdam und den Europameisterschaften 2018 in Berlin war er jeweils Mitglied der deutschen 4-mal-400-Meter-Staffel.

 

In der Staffel gilt er als gesetzt und hat gute Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Seit einigen Jahren lebt Schneider nun in Nürnberg und arbeitet in Teilzeit beim Sportartikelhersteller Puma im Einkauf. Die Förderung durch den GOLDENEN RING möchte der gebürtige Ansbacher dazu nutzen, um die nächste Sprosse auf seiner steilen Karriereleiter zu nehmen: „Die Förderung kommt mir sehr gelegen, da ich für 2019 einige Trainingslager geplant habe, die nur zum Teil vom DLV übernommen werden“, so der 26-Jährige Sprinter.

 

Jonathan Zipf (Triathlet)

Der dritte Neue in unserer Förderung ist Jonathan Zipf. Der 32-jährige Triathlet kommt gebürtig aus Herbolzheim-Broggingen in Baden-Württemberg und befindet sich nach dem Auslaufen seines Vertrages bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr im Berufsförderdienst. Im Nachwuchsbereich galt Zipf als großes deutsches Talent, nachdem er im September 2005 Junioren-Vize-Weltmeister im Triathlon wurde. Im Seniorenbereich konnte Zipf einige Erfolge in der Einzelwertung folgen lassen (z. B. Gesamtsieger Bundesliga 2017, Deutscher Meister Duathlon 2017, Deutscher Meister Triathlon 2013 auf der olympischen Distanz), seine große Stärke war allerdings schon immer das Team Relay. Hierbei treten vier Teammitglieder als Staffel auf der Super-Sprintdistanz an (300 m Schwimmen, 6 km Radfahren, 1,6 km Laufen), beim Mixed Team-Relay in der Reihenfolge Frau – Mann – Frau – Mann. Zipf holte bei der Team Relay WM 2013 Bronze und wurde 2016 Europameister. Da das Triathlon Mixed Relay 2020 in Tokio erstmals Teil des olympischen Programms sein wird, hat Zipf eine gute Perspektive auf eine Nominierung.

 

Zipf, der für das Team Memmert antritt, wechselt nun vom Triathlon Bundesstützpunkt in Saarbrücken an den neuen Bundesstützpunkt in Nürnberg, um einen neuen Reiz zu setzen. Dort trifft Zipf auf Landestrainer Roland Knoll, zu dem er schon seit ihrer gemeinsamen Zeit in Saarbrücken ein gutes Verhältnis hat. In Nürnberg erhofft sich Zipf am Sportzentrum Südost mit dem neuen Langwasser-Bad, dem Anschluss an das Sportgelände der Eliteschule des Sports, der sportmedizinischen Betreuung durch das Südklinikum sowie dem guten Ausbau des Rad- und Laufwegenetzes optimale Vorbereitungsmöglichkeiten. Der GOLDENE RING möchte ein weiteres Rädchen bei der Verwirklichung dieses Traums sein. „Es ist ein wichtiges Signal für den noch jungen und erstmal auf zwei Jahre befristeten Triathlon-Standort Nürnberg, dass der GOLDENE RING einen Topathleten aus der Sportart fördert. Das wird noch weitere talentierte Triathleten anziehen, die wir brauchen, um den Bundesstützpunkt zu halten“, sagt Vorstand Max Müller. Zipf möchte die Förderung vor allem in Trainingslager und die Teilnahme an Weltcups investieren. Diese werden nur zum Teil vom Verband finanziert, obwohl sie entscheidend bei der Vergabe von Punkten für das Olympia-Ranking sind.

 

Mit den drei neuen Athleten und Goalball-Vizeweltmeister Thomas Steiger, der 2018 aufgenommen wurde, wird der GOLDENE RING 2019 insgesamt 14 Sportler aus sieben olympischen und fünf paralympischen Disziplinen mit monatlichen Stipendien zwischen 200 und 400 Euro unterstützen. Die Zahl der Sportler ist im Vergleich zum Vorjahr nicht gestiegen, da die Taekwondokas Hamza Adnan-Karim und Malik Gülec es nach schweren Verletzungen nicht geschafft haben, sich im Herren-Bereich zu etablieren und aus der Förderung ausscheiden mussten. Desweiteren beendeten die Rhthmyischen Sportgymnastinnen Elina Lang und Karin Smirnov ihre Laufbahnen.

 

Über den Förderkader des GOLDENEN RING entschied für das Jahr 2019 ein Beirat mit Experten aus städtischer Sportverwaltung, der sportfördernden Industrie, regionalem Sportjournalismus sowie dem Bayerischen Landessportverband: Jürgen Thielemann (Leiter des SportService Nürnberg, a.D.), Thomas Burger (Sportkoordinator der Bertolt-Brecht-Schule, Eliteschule des Sports), Max Müller (alpha Gruppe, Aufsichtsrat 1. FC Nürnberg, Sportpolitischer Sprecher der CSU im Stadtrat, Hockey- Olympiasieger 2008 und 2012), Dr. Michael Kläver (stv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Nürnberg), Sebastian Gloser (Sportredakteur der Nürnberger Nachrichten), Philipp Roser (Sportredakteur der Nürnberger Zeitung) und Jörg Ammon (Präsident des Bayerischen Landessportverbandes).

 

Die Förderung der besten Nürnberger Sportler mit über 40.000 Euro im Jahr wird nur möglich, da sich fünf Nürnberger Unternehmen seit mehreren Jahren tatkräftig bei uns engagieren: Ein großes Dankeschön geht an Lebkuchen Schmidt, die Sparkasse Nürnberg, Rödl & Partner, ipp Medizintechnik und die Veranstaltungsprofis von Werk :b Events. Ihr macht Nürnberger Olympia-Träume wahr!

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